Der Uhu

Samstag, 23. März 2024 – Referent: Dipl.-Ing. Wilhelm Breuer.

Zu Anfang bot der Referent einen Überblick über die Geschichte von Mensch und Uhu. Seit dem Mittelalter galt der Uhu als Konkurrent bei der Jagd auf Niederwild, wie Hasen und Rebhühner und wurde deshalb selbst stark bejagt. Hinzu kam, die Eigenschaft anderer Vögel, Eulen zu vergrämen, da alle kleineren Vögel, vor allen Dingen Singvögel, zum Beuteschema der Eulen zählen. Dies machte man sich bei der Singvogeljagd zu Nutze, indem man einen Uhu an einen Pflock band und ringsherum Leimruten aufstellte. Zu diesem Zweck wurden vornehmlich junge Uhus aus ihren Nestern entnommen. In Gefangenschaft gehalten, wurden sie dann zu sogenannten Hüttenuhus, die man zu Jagdzwecken in großen Mengen kaufen konnte.

Zu Anfang des letzten Jahrhunderts gab es nur noch einige wenige Brutpaare in Deutschland. Es ist den Bemühungen des Naturschutzes zu verdanken, dass zur Nachzüchtung und Auswilderung der letzten Hüttenuhus heute wieder eine Population von ca. 3000 Brutpaaren existiert.

Doch nun droht neue Gefahr. Ungesicherte Strommasten, Autoverkehr, Windräder und die menschliche Eigenschaft auch die letzten ruhigen Brutreviere touristisch zu erschließen, (Mountainbiker, Kletterer und Geocatchig) setzen dem Uhu zu. Hinzu kommen die ausgeräumten Landschaften, aus denen seine Beute vertrieben wird. Dies gilt nicht nur für den Uhu, sondern für alle Eulen.

Wobei es auch positive Entwicklungen gibt, wie z.B. bei der zunehmenden Population der Steinkäuze in Nordrhein-Westfalen, die von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen betreut wird.

Im Vortragsraum

Im Vortragsraum

Rosita Vollmer, Wilhelm Breuer, Nicole Wehner

Rosita Vollmer, Wilhelm Breuer, Nicole Wehner

Die Veranstaltung wurde von der Umweltstiftung Bingo, dem Heimat- und Museumsverein Lauenau, der Schaumburger Landschaft und dem Lionsclub Stadthagen gefördert.

Foto oben von Vincent M.A. Janssen (pexels.com) und Zuschauerfotos.