Facebook-Gruppe „Wir sind Lauenau“ – Eintrag von Andreas Funke (SPD) 

Janisch – mit „Daumen hoch“ dabei! 

Anstatt schlichtend einzugreifen, liked der Gemeindedirektor Sven Janisch (SPD) diesen Post. Dabei ist eine nachträgliche Bearbeitung durch den Verfasser sehr einfach möglich. Eine „Entschärfung“ wäre angemessen gewesen. Aber nein, 47 Likes wirken motivierend und es erfolgte keine Änderung oder Löschung. Eine traurige Bilanz.

Ist dies vorbildlich und sieht so die Basisarbeit von Parteien aus?

„Daumen hoch“ auch von Mario Kowalik, Ratsherr und Vorsitzender der SPD-Lauenau, von Marion Rehfeldt, im Vorstand der SPD-Lauenau und von der Ratsfrau und Fraktionssprecherin Nicole Bruns (CDU).

Wer ist gemeint, Herr Funke?

In Ihrem Facebook-Post schreiben Sie: „Jetzt müssen wir aufpassen, dass das alles nicht durch geistige Brandstifter zerstört wird. Nur weil man mit 1-2 Leuten ein persönliches Problem hat“.

Nennen Sie Ross und Reiter!

Wer sind denn die 1-2 Leute? – Wir können hier nur Vermutungen anstellen.

Oder ist es ein Reiter und das Ross ist die SPD-Lauenau? – Und wer sind die Steigbügelhalter, die dem schlanken Reiter helfen?

Lieber Herr Funke, klären Sie uns auf!

Wie weit dürfen Politiker und Parteiangehörige gehen und ab wann kommt es zu Konsequenzen?

Herr Andreas Funke ist Vorstandsmitglied im SPD-Ortsverein Lauenau: SPD Lauenau Vorstand ➜

Hier der komplette Text. Mit einem Klick kann die Grafik vergrößert werden:

Andreas Funke

Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 10:55

Nur durch die gute Arbeit des Rates hat sich Lauenau, zumindest in den letzten 30 Jahren, solange lebe ich in Lauenau und sehe was hier bisher entstanden ist, sehr positiv entwickelt. Es wollen auch immer mehr Menschen in Lauenau leben, wie man an den entstandenen Baugebieten sehen kann.

Durch das wachsende Industriegebiet hat der Flecken einen finanziellen Spielraum. Z.B. die schöne Bepflanzung im Ort und auch die Unterstützung der Vereine könnte sonst nicht ganz so vorgenommen werden. Den erworbenen Wohlstand, wie z.B. Sportstätten, Sporthallen, Tennisplätze, Schwimmbad usw. macht Lauenau so lebenswert. Das alles wurde von unseren Räten (seit den 1950er Jahren SPD-Mehrheit) bewerkstelligt.

Jetzt müssen wir aufpassen, dass das alles nicht durch geistige Brandstifter zerstört wird. Nur weil man mit 1-2 Leuten ein persönliches Problem hat.

Wir Bürger von Lauenau müssen aufpassen, dass es bald keine Person mehr geben wird, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit für ihre Partei gern um das Wohl des Bürgers einsetzt.

Viele Fragen erreichen uns zu Ihrer Äußerung, Herr Funke!

Besonders ist der untenstehende Beitrag diskutiert worden. Nicht jeder ist bei Facebook unterwegs. Deshalb folgen wir der Bitte zahlreicher Bürgerinnen und Bürger aus Lauenau und Feggendorf und veröffentlichen den Facebook-Kommentar von Frau Ina Bock. Er ist in der Facebook-Gruppe „Wir sind Lauenau“ unter Ihrem Post erreichbar. Wir versichern hiermit, dass Frau Bock nicht Mitglied unserer Bürgerinitiative ist. Mit Ihrem Beitrag identifizieren wir uns jedoch uneingeschränkt. Sie hat der Veröffentlichung zugestimmt.


Sehr geehrter Herr Funke,

kritische Bürger als geistige Brandstifter zu bezeichnen, ist kaum an Frechheit zu überbieten. Definition: Als geistige Brandstiftung wird allgemein definiert, wenn andere (Personen, Unternehmen, Institutionen, Gemeinschaften) „diffamiert werden und herabwürdigende Unwahrheiten öffentlich verbreitet werden.“ (Der Spiegel)

Als geistiger Brandstifter wird bezeichnet, wer „auf intellektueller und diskursiver Ebene andere Menschen zu Straftaten verleitet“ (Wikipedia). Geistige Brandstiftung wird hauptsächlich im Zusammenhang mit Rechtsradikalismus und Kriminalität verwendet. Auch ist geistige Brandstiftung eine hoch negative Verkaufsstrategie, besonders im Versicherungsbereich. Solche Begriffe sollten sehr vorsichtig eingesetzt werden. Kritische Bürger, die Fakten hinterfragen, so zu bezeichnen, lässt mich fragen, wessen Geistes Kind Sie sind. Kritik kann auch als Impuls aufgefasst werden etwas zu verbessern oder anders zu machen.

Kritische Lauenauer sind in Ihren Augen gefährlich, sie beißen die Hand die sie füttert! Und natürlich wird Ihr Beitrag geliked, von bekannten Personen aus dem Rat. Ein Albtraum. Dass Sie im Namen der SPD solche verallgemeinernde Aussagen treffen dürfen, ist beschämend. Sicherlich sind in Lauenau auch positive Dinge geschehen, keine Frage. Sicherlich sind auch Dinge beschlossen worden, die falsch waren und als falsch für die Zukunft gesehen werden. Gelder willkürlich hinauszuwerfen oder nicht rechtzeitig für eine angemessene Wasserversorgung zu sorgen, gehören dazu. Fördergelder überheblich verstreichen zu lassen, ebenfalls. Das darf und muss dem Rat vor Augen geführt werden. Doch die Personen, die diese Bürger als geistige Brandstifter, unterste Schublade und erbärmlich bezeichnen, geben in meinen Augen ein Abbild ihrer eigenen inneren Wirklichkeit ab.

Ina Bock